16.02.2018

Wie Sie Ihr schlechtes Gewissen aus dem Spiel nehmen


Frau mit Sportschuhen im Bett

© dreamstime/Postalyon

Die ersten paar Mal konnten Sie sich noch aufraffen und abends joggen gehen. Doch der Frust war groß, die Lust an der Bewegung umso geringer und irgendwie ging Ihnen die Motivation aus? So oder so ähnlich sieht meistens der Beginn eines Fitnessvorsatzes aus – und leider auch oft das Ende. Doch wer die Schuld dabei seinem Schweinehund gibt, tut ihm oft unrecht: Ein gewünschtes Verhalten einzuführen, bedarf nur einer einfachen Formel ...

Vorsätze ade

Die besten Vorsätze nützen nichts, wenn man keinen Spaß an der Ausführung hat. Wenn das Sportprogramm sich einfach nicht so durchziehen lässt wie vorgesehen, muss das nicht immer an unserem schwachen Willen liegen. Oftmals ist zum Beispiel die Wahl der Sportart entscheidend. Doch wieso ist das so?

Der Verhaltenswissenschaftler BJ Fogg lehrt seit vielen Jahren an der Stanford University in Kalifornien. Er hat ein Modell entwickelt, das den Erfolg oder Misserfolg einer gewünschten Verhaltensänderung aufzeigt – und eine solche ist die Einführung des persönlichen Sportprogramms schließlich. BJ Foggs Modell beschreibt: Je höher die Motivation für eine Sache ist, desto höher kann die Schwierigkeit der Sache sein, damit man sie auch tatsächlich umsetzt. Also: Je schwieriger mein Sportprogramm für mich persönlich ist, desto höher muss die Motivation dafür sein. Oder: Je einfacher mein Sportprogramm für mich persönlich ist, desto geringer ist die Anforderung an die Motivation.

 

Trigger

Besonders wichtig sind laut Fogg die kleinen Auslöser – oder Trigger – für die Tätigkeit. Wer plant, sein Sportprogramm immer dann durchzuführen, wenn er gerade Zeit hat, muss dauernd daran denken. Empfohlen wird hingegen, die Bewegungseinheit irgendwie mit einer üblichen Tätigkeit zu koppeln, die man praktisch im Schlaf beherrscht. Wer also jeden Tag abends nach der Arbeit an einem Fitnessstudio vorbeifährt, sollte sich überlegen, ob er nicht 30 Minuten seines Abends in seine Gesundheit investieren sollte.

Trigger können außerdem sein: der erste Morgenkaffee, ein regelmäßig notwendiger Gang oder ein wöchentliches Meeting am Ende des Tages. Die Trigger geben den kleinen gedanklichen Anstoß, den man braucht, um sich ins Zeug zu legen. Für den ersten Schritt benötigt man jedoch eines: Motivation.

 

Motivation steigern

Die Frage für viele ist demnach: Wie kann ich meine Motivation bis ins Unermessliche steigern? Die einfache Antwort: gar nicht. Die Motivation hat laut Fogg eine bestimmte Stufe, die sie  mit Visualisierungen und Coaching erreichen kann – darüber hinaus hilft das teuerste Motivationsseminar auch nichts. Oder einfach gesagt: Müssen Sie sich mit schlechtem Gewissen zum Sport zwingen, dann ist die Obergrenze Ihrer möglichen Motivation wahrscheinlich erreicht.

Tatsächlich ist die Schraube, die man laut Fogg drehen kann, die der Schwierigkeit. Je niedriger die Schwierigkeit, desto geringer muss die Motivation dafür sein. Dabei geht es jedoch keineswegs bloß um den offensichtlichen Schwierigkeitsgrad am Laufband. Die Schwierigkeit umfasst noch viel mehr.

 

Schwierigkeit senken

Die Schwierigkeit, die Fogg meint, bezieht sich nicht bloß darauf, dass uns das Radfahren bergauf schwerer fällt als bergab. Tatsächlich handelt es sich um die ganz persönliche individuelle Schwierigkeit – die wiederum Ihre Motivation für die Sportart mit einbezieht. Um für sich selbst die am einfachsten einzuführende Sportart zu finden, sollten Sie sich daher einige Fragen stellen.

Wie man die Schwierigkeit der neuen Verhaltensänderung – also der regelmäßigen Bewegung – auf einem Minimum hält und trotzdem das Maximum an Bewegung nutzt, lesen Sie in Ihrem Unternehmensportal.

 

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Quelle:

 

BJ Fogg: The Behavioral Model [http://behaviormodel.org]