13.06.2018

Urlaub – deshalb ist Urlaub nicht gleich Entspannung


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Es ist Urlaubszeit. Doch manchmal fragen wir uns: Was bringt uns das eigentlich? Ist Urlaub den Stress wert? Und wie sehr entspannen wir uns wirklich?

Ende Juni beginnt wieder die Zeit, in der man in Österreich in Büros, Agenturen und bei Behörden ein wenig mehr Geduld mitbringen muss: Nach einem wichtigen Mail kommt die Antwort viel zu schnell – und automatisch: „Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin vom 1. bis zum 15. Juli 2017 nicht im Dienst. Ihre Nachrichten werden in dieser Zeit nicht gelesen, bitte wenden Sie sich in DRINGENDEN Fällen an ...“ Im besten Fall erreicht man die Vertretung – im schlechtesten erfolgt auf das Mail an die Vertretung eine weitere automatische Abwesenheitsnotiz. 

 

Seit wann gibt es Urlaub überhaupt?

Urlaub kommt vom althochdeutschen Wort urloup. Es bedeutet „Erlaubnis, wegzugehen“. Trotz des alten Worts – historisch gesehen ist Urlaub ein neues Bedürfnis. Bis zum 19. Jahrhundert war Urlaub noch unbekannt. Für die Begüterten, den Adel und reiches Bürgertum war er nicht nötig, denn diese hatten ihre Sommerhäuser und Urlaubsvillen. Die armen Industrie- und Landarbeiter konnten sich Urlaub nicht leisten. Bürgerliche, Künstler und Adelige suchten Bäder auf und gingen auf Sommerfrische. In den bekannten Sommerfrischeorten gab es überall Bänke zum Ausruhen und zum Genießen der Aussicht.
Der Widerspruch zur heutigen Zeit ist auffallend:Obwohl damals das Lebenstempo bedeutend niedriger war als heute, wollte man im Urlaub das langsame Tempo weiterführen. Die meisten Menschen möchten im Urlaub heutzutage nicht „am Bankerl sitzen“, sondern auch etwas erleben, Neues kennenlernen und verfolgen Ziele – ob es „nur“ eine knackige Sommerbräune ist oder man endlich mal wieder ein Buch auslesen will. 

 

Ist Urlaub wirklich entspannend?

Koffer packen, nichts vergessen dürfen, an alles denken müssen. Strapaziöse Autofahrten, Stau wegen Verkehrsüberlastung bei der Hinfahrt und ewige Warteschlangen an der Grenze bei der Heimfahrt. Die Alternative zum Fahren: eventuell Angst vorm Fliegen überwinden, sich in enge Sitze zwängen, Thrombosegefahr bei langen Flügen und Ohrenschmerzen bei kurzen. Dann das Risiko eines schlechten Hotels, das oft ungewohnte und körperlich belastende Klima, Konfliktsituationen und die Herausforderung einer anderen Kultur.

Trotz all dieser Hürden: Viele Menschen fühlen sich nach dem Urlaub erholt.

Die Frage, wieso Urlaub eigentlich entspannend ist – obwohl oft mit Stress verbunden – ist nicht einfach zu beantworten. Für die meisten Menschen ist es jedoch der oft räumliche Abstand vom Büro oder gar vom Zuhause und die zusammenhängende Zeit, in der man sich entspannen kann.

 

Warum ist der Urlaub wichtig?

In Österreich haben die meisten von uns durchschnittlich 115 freie Tage an Wochenenden und Feiertagen zur Verfügung. Dazu kommen noch 25 Urlaubstage – dem gegenüber stehen jedoch rund 220 Arbeitstage. Der normale Schlaf und die Wochenenden genügen nicht für den Abbau der über das Jahr aufgebauten Stressreaktionen. In der modernen Kommunikations-, Lärm-, Massen-, Informations- und Multioptionsgesellschaft bleibt offenbar ein unerledigter Rest emotionaler Spannungen zurück, der durch den Schlaf nicht gelöst wird.

Der Stress baut sich auf, summiert sich und es kommt trotz besagter Wochenenden zu einem Stress-Stau.

 

Kurzurlaube oder doch ein langer Urlaub am Stück?

Um diesen Stress abzubauen, brauchen wir eine längere und vor allem zusammenhängende Zeit – sozusagen Urlaub vom Alltag. Viele erweitern in dieser Zeit ihr Blickfeld auf die Welt, können sich erst nach mehreren Tagen Abstand zur Arbeit so richtig entspannen und Wissenschaftlich bewiesen wurde bisher nicht, dass ein längerer zusammenhängender Urlaub erholsamer ist als mehrere Kurzurlaube – und trotzdem kennen viele Menschen das Phänomen, sich erst nach einigen Tagen Abstand so richtig entspannen zu können.

 

Welches „Urlaubsformat“ man sich genau gönnt, um richtig abschalten zu können, bleibt die Entscheidung eines jeden einzelnen. Wie der Urlaub jedoch optimal gestaltet werden kann und Konflikte vermieden werden, erfahren Sie demnächst auf Ihrem Unternehmensportal.

 

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